Andreas Maria Maximilian Freiherr von Mauchenheim (genannt Bechtolsheim), Mitbegründer von Sun Microsystems

 

Vermögen

 

Oktober 2015:

3,63 Milliarden Euro

+1,37 Milliarden Euro (+60,62 %) zum vorherigen Wert

März 2014:

2,26 Milliarden Euro

 

 

Biografie

 

Andreas Maria Maximilian Freiherr von Mauchenheim, genannt Andreas von Bechtolsheim wurde am 30. September 1955 in Hängeberg am Ammersee (Deutschland) geboren. Er ist das zweite von vier Kindern, sein Vater war ein Volksschullehrer und seine Mutter war eine Hausfrau, die ersten Jahre ist er aufgewachsen  auf einen einsam gelegenen Bauernhof. 1963 bis 1968 lebte die gesamte Familie in Rom (Italien), wo er eine deutsche Privatschule besuchte und nebenbei auch noch von seinem Vater unterrichtet wurde. 1968 zog die Familie zurück nach Deutschland und zwar in die Stadt Nonnenhorn am Bodensee, dort besuchte er bis zum Jahr 1973 das Bodensee-Gymnasium in Lindau, wo er mit 17 Jahren sein Abitur ablegte.


Bereits früh interessierte sich Andreas von Bechtolsheim sehr für Computer und die damit verbundene Hardware und Software.  Mit gerade einmal 17 Jahren baute er einen kleinen Computer, der zur Steuerung von Blechstanz-Maschinen diente. Diesen Computer hat er für einen befreundeten Unternehmer gebaut, wodurch er Lizenzgebühren in Höhe von 100 D-Mark (circa 51 Euro) pro Gerät erhalten hat. Seine Neugierigkeit und Kreativität auf dem Gebiet brachte ihm im Jahr 1974, im Alter von 18 Jahren bei seiner dritten Teilnahme, den Sieg bei „Jugend forscht“ im Bereich Physik ein mit seiner Arbeit über die genaue Strömungsmessung durch Ultraschall.


Durch die Unterstützung einer Studienstiftung konnte er nach seinem Abitur ein Studium der Elektrotechnik (Schwerpunkt Datenverarbeitung) an der Technischen Universität München beginnen. Durch ein Fulbright-Stipendium konnte er 1975 an die Carnegie Mellon University nach Pittsburgh (USA)  wechseln, wo er 1976 den Abschluss als Master in Informatik machte.


Nach seinem Abschluss zog er 1977 ins Silicon Valley wo er auch einen studentischen Sommerjob an der Stanford University als Programmierer annahm, kurz danach wurde er dort als Doktorand angenommen. 1980 / 1981 entwickelte er einen Computer, wobei er mit Hilfe eines CAD-Systems selbst die Ethernetkarte, die Grafikkarte und die Hauptprozessorplatine entwarf, unterstützt wurde das Ganze von der US-Militärforschungsbehörde.


1982 gab Andreas von Bechtolsheim seine Doktoranten Stelle auf und wagte mit drei seiner Studienkollegen (Scott McNealy, Vinod Khosla, Bill Joy) den Schritt in die Selbstständigkeit, der Weg zu einem der Schwergewichte im Silicon Valley und zu seinen Milliarden Vermögen begann. Sie nannten ihr Unternehmen „SUN“, als Akronym für „Stanford University Network“.


Das Unternehmen wuchs schnell und ging bereits im Jahr 1986 erfolgreich an die Börse. 1988 lag der Umsatz bei knapp über einer Milliarden US-Dollar (circa 730 Millionen Euro) und 10 Jahre später waren es fast zehn Milliarden US-Dollar (circa 7,3 Milliarden Euro).


Andreas von Bechtolsheim verließ 1995 SUN und seine Position als Vice President Technology den er seit 1985 innehatte, um neue Herausforderungen zu suchen. In den Zehn Jahren seiner Abwesenheit gründete er erfolgreich mehrere Unternehmen und war an verschiedenen Start-UPs beteiligt. 2004 kehrte er zu SUN zurück, wo er, bis zu seinem erneuten Ausstieg 2010 (Wechsel zu der von ihn finanzierten Firma Arista Networks), in den Posten des Senior Vice President und Chiefarchitect tätig war.


Über all die Jahre war er auch sehr erfolgreich als Investor tätig. Er investierte Teile seines Vermögens in insgesamt mehr als 20 Neugründungen, z.B. Star Divison oder Google. Viele der Investitionen, vor allem Google, haben sich sehr für ihn bezahlt gemacht und sein Vermögen um einiges erhöht.